Gebäude

Die Prozesse innerhalb eines Gebäudes laufen nicht losgelöst von den Entwicklungen einer Stadt, des Klimaschutzes und des Ressourcenverbrauches.

So kommen vernetzte Faktoren zusammen, die einzeln und für sich betrachtet keine oder wenig Wirkung entfalten. Um in der Planung alle relevanten Bauwerksdaten erfassen und greifbar machen zu können, werden sie in einem digitalen Gebäude einbezogen, modelliert, kombiniert und dokumentiert. Je präziser das virtuelle Gebäude aufgebaut ist, desto schlüssiger reagieren die jeweiligen Komponenten wie Tragwerk, Gebäudetechnik, Energieeffizienz, Schallschutz und Brandschutz auf die speziellen Anforderungen der Bauaufgabe.

 

 

Daten

Ein Gebäudeprojekt bedarf im Regelfall 3-5 Jahre Planungs- und Realisierungszeit. Bei Stadtentwicklungs-, Energie- und Mobilitätskonzepten entsteht oftmals die Drei- bis Vierfache Laufzeit. Damit erhöht oder verringert sich die Menge an verfügbaren Daten und Informationen je nach Projektart signifikant. Ziel einer informationsbasierten Planung ist es, die entsprechende Datenansammlung zu bündeln, zu verwalten, und für eine effiziente Verwendung aufzubereiten.

Neben getroffenen Projektentscheidungen, die über einen längeren Zeitraum verfügbar, nachvollziehbar und anpassbar sein müssen, betrifft dies vor allem auch Informationsdaten hinsichtlich des Projektverlaufes und der Entwurfsqualität. Anpassungen an das Gebäudevolumen, die Baukonstruktion oder den Qualitätsstandard haben immer direkten Einfluss auf die Massen und Kosten innerhalb des Projektes und werden im digitalen Gebäudemodell stets mitgeführt.

 

Modelle

Aus den Projektdaten wird ein 3 dimensionales Gebäudemodell erstellt. Die jeweiligen Bauteilinformationen werden von einem ersten Entwurf bis zur durchgearbeiteten Detailplanung mitgeführt und verfeinert bzw. an die Bauaufgabe angepasst. Weiterführende Fachplanungen werden in das Modell integriert und entsprechende Abhängigkeiten und eventuelle Kollisionen dargestellt.

Nach einer Projektfertigstellung geht das Gebäudemodell in ein „Betreibermodell“ über. Die einzelnen Bauteile und technischen Anlagen werden mit ihrem jeweiligen Wartungszyklus und der Nutzungsdauer gelistet, sodass jederzeit für den Unterhalt in Instandhaltungsintervallen eine fundierte Maßnahmenbeschreibung möglich ist. Eine Massen-, und Kostenverknüpfung bleibt dabei erhalten und kann für eine vorausschauende Haushaltsplanung mit den jeweiligen Kostenindizes angepasst werden.